Text: Stefan Teschlade
Bild: Bezirksregierung Münster
Die VHS Castrop-Rauxel hat den Förderbescheid für ihr Projekt „Frauen lernen vor Ort“ aus den Händen von Regierungspräsident Andreas Bothe entgegengenommen. Das Projekt ist gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.
Ziel des Projekts ist es, niedrigschwellige Grundbildungsangebote direkt im Quartier zu verankern und insbesondere Frauen mit internationaler Geschichte einen Zugang zu Bildung, Sprache und sozialem Austausch zu eröffnen. Der Ansatz ist bewusst lebensweltorientiert angelegt und verbindet Lernen mit konkreten Alltagserfahrungen.
Ein erster wichtiger Umsetzungsschritt war das Netzwerktreffen am 25. März 2026 im Haus der Begegnung im Stadtteil Habinghorst. Vertreterinnen und Vertreter aus unterschiedlichen Einrichtungen, darunter Bildung, soziale Dienste und Stadtverwaltung, kamen zusammen, um das Projekt vorzustellen, Bedarfe zu klären und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln. Die Resonanz zeigt, dass der Bedarf an solchen Angeboten im Quartier deutlich vorhanden ist.
Im Zentrum der Diskussion stand die Frage, wie die Zielgruppe erreicht und stabil eingebunden werden kann. Deutlich wurde, dass neben Bildungsangeboten verlässliche soziale Strukturen und niedrigschwellige Zugänge entscheidend sind. Auf dieser Grundlage wurden erste konkrete Schritte vereinbart.
Als zentrales Angebot startet nun ein Sprachcafé im Quartier. Dieses findet erstmals am 04. Mai 2026 statt und wird anschließend regelmäßig montags von 11:30 bis 13:00 Uhr durchgeführt. Das Angebot richtet sich an Frauen, die ihre Deutschkenntnisse in einem geschützten Rahmen erweitern und sich austauschen möchten. Kinder können mitgebracht werden, um die Teilnahme möglichst barrierearm zu gestalten.
Mit dem Projekt „Frauen lernen vor Ort“ setzt die VHS Castrop-Rauxel einen gezielten Impuls für mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe im Quartier und stärkt zugleich die Zusammenarbeit lokaler Akteure im Bereich Grundbildung und Integration.


